Vereinstour 14.06.-16.06.13 nach Frankenberg-Rengershausen

 

 

Ein Duft von frisch gebrühtem Kaffee lag in der Luft, untermalt

mit dem Aroma erst kürzlich gebackener Brötchen. Diesen Wohlgeruch im Frühstückssaal des Hotels "Am Stern" in Brühl konnten nur die Zuckerknöllchen erleben, die an unserer Vereinstour teilgenommen hatten. 19 Vereinsmitglieder trafen sich Freitagmorgens um 7.00 Uhr in besagtem Hotel, um sich an dem reichhaltigen und sehr schmackhaften Frühstücksbuffet zu bedienen.

Die 3tägige Knöllchen-Vereinstour sollte uns in diesem Jahr nach Nordhessen führen, gespickt mit vielen schönen Überraschungen.

Im Vorfeld sei angemerkt, dass Erfolg oder Misserfolg dieser Tour allein in den Händen unserer Schatzmeisterin Ingrid Beyam lag, denn sie hat unsere Reise ins ferne Bundesland alleine organisiert.

 

1. Tag

Pünktlich um 8.30 Uhr stand auch der Reisebus mit Fahrer Peter vor dem Hotel. In der Höhe von Neuwied kam mit kühlem Bier für die männliche Zunft und Affenschluck, Toffifee-Likör sowie Hugos für unsere Damen langsam richtig Stimmung auf.

 

Gegen 11.00 Uhr wurde diese jäh unterbrochen, denn wir hatten unser

1. Etappenziel erreicht; Glockengiesserei in Sinn.

Die Glocken- und Kunstgiesserei Rincker in Sinn ist die älteste ;bestehende Glockengiesserei Deutschlands; sie steht seit dem

17. Jahrhundert in Familienbesitz und zählt zu den bedeutenden Glockengießereien Euopas.

 

 

Nach einer fast zweistündigen Führung erfuhren wir sehr viel über die

jahrhundertealte Tradition der Herstellung von Glocken.

 

 

 

Uns wurde anschaulich die einzelnen Arbeitsgänge vom Aufbau des Kerns über die Herstellung der falschen Glocke und des Glockenmantels, dem eigentlichen Guß und die Nachbearbeitung der gegossenen Glocke erklärt; hierbei werden viele Naturalien, wie Lehm, Stroh und Cerealien verwendet. Nachhaltig konnten wir feststellen, dass es in der Produktionsstätte gerochen hat wie in einem Pferdestall.

 

Leicht riechend, geschichtlich gebildet ging unsere Busfahrt Richtung Zielort weiter. Während der noch mehr als 2stündigen Fahrt- unser Busfahrer hatte den falschen Zielort im Navi eingegeben - erreichten wir sehr hungrig unser Hotel Nuhnetal in Frankenberg-Rengershausen mit ca. 400 Einwohnern, direkt an der Grenze zu NRW, eingebettet in das Rothaargebirge und das Ederbergland.

Nun könnte man fragen: was soll man an diesem verlassenen Ort? Dort werden doch ab Nachmittag die Bürgersteige hochgeklappt.

Der Wellnessgasthof Nuhnetal, welcher von der Familie Dornseif geführt wird, ist jedoch ein absolutes Highlight.

Hier wurden wir sehr herzlich empfangen. Die uns zugewiesenen Zimmer waren geräumig, sehr frisch und nett eingerichtet und grösstenteils mit Balkon.

Mit leckeren Windbeuteln wurde erst einmal unser grosser Hunger gestillt.

 

 

 

Für die noch wanderhungrigen Mitglieder unserer Zunft wurde durch den Seniorchef Willi ein ca. 1,5 stündiger Spaziergang durch das Rothaargebirge angeboten.

 

 

Die Teilnahme sollte nicht bereut werden. Während des Streifzuges erfuhren unsere Naturliebhaber vieles aus vergangenen Zeiten und der heutigen Infrastruktur, der naturbelassenen Waldgegend sowie einiges über die gastfreundliche Hotelierfamilie. Nach der Wanderung gab es auf Kosten des Hauses einen Kümmelschnaps der besonderen Art; zu erwähnen ist noch der Trinkspruch vom Senior Willi- topfite 85 Jahre-

für jeden Lümmel einen Kümmel, PROST.

 

 

 

Nachdem wir uns ein wenig frisch gemacht hatten,

war gegen 19.00 Uhr die große Schlacht am leckeren Buffet angesagt.

Ab 21.00 Uhr  wurde dann zum musikalischen Dämmerschoppen

mit Live-Musik aufgerufen. Wir als rheinisch karnevalistische Frohnaturen waren natürlich gespannt, was uns in den nächsten 2 Stunden erwarten sollte.

 

 

Mit Seppelhut und Akkordeon bestückt, marschierte der Junior-Chef Uwe mit lautem Getöse in den Festsaal und stellte sich als der "General" vor und ließ uns erst mal seinen Befehlen gehorchen. General Uwe entpuppte sich in den kommenden Stunden als ein Multitalent der Unterhaltungsmusik und der guten Laune. Sein Auftritt war "erste Sahne"; er hat uns zum Lachen und Tanzen gebracht.

 

 

Ein besonderer Schenkelklopfer war, als er unseren Vizepräsidenten Robert nach vorne zitierte, ihm den Seppelhut aufsetzte und seine Hose bis zu den Knien hochkrempelte; schwupps war aus einem Kölner innerhalb von Sekunden ein Bayern-Bursche gezaubert. Zu dem Lied "Schürzenjägerzeit" tanzten dann alle anwesenden Frauen um ihn herum; die Freude und das Lachen in Robert's Gesicht waren nicht zu übersehen.

Kurz und gut, es war ein sehr lustiges und unterhaltsames Programm, was uns "General Uwe" an diesem Abend präsentierte.

 

An Nachtruhe war noch lange nicht  zu denken, die letzten Zuckerknöllchen fanden ihre Bettruhe erst in den frühen Morgenstunden.

 

 

 

2. Tag

Wer dachte, lange ausschlafen zu können, lag total falsch, denn unsere Ingrid hatte für den 2. Tag wieder viele schöne Überraschungen im Gepäck. Um den Tag frisch und munter begegnen zu können, hatte man die Möglichkeitat, im hauseigenen Schwimmbad ein paar Bahnen zu ziehen, um wieder einen kühlen Kopf zu bekommen.

 

 

Gleich nach dem Frühstücksbuffet- unter anderem bestückt mit lecker schmeckender und selbstgemachter Marmelade- ging unsere Busfahrt Richtung Talstation Edersee.

 

 

 

 

Mit einer Zweipersonengondel ging es dann ca. 700 m hoch zum Schlossberg. Dort war eine Burgführung im Schloss Waldeck - unter dem Motto "Hinter Schloss und Riegel" angesagt. Es sei kurz angemerkt, das die Burg Waldeck im Jahre 1120 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Die Burg diente im Verlaufe der Jahrhunderte unterschiedlichsten Zwecken, zunächst war sie Festung, dann Kaserne und 1734-1868 Zuchthaus und Frauengefängnis. Die Führung wurde sehr lehrreich und spannend vorgetragen. Nun wissen wir, was es bedeutet: "ich fühle mich wie gerädert".

 

 

Dieser Spruch führt auf eine alte Foltermethode zurück; es war die schlimmste Bestrafung, die einem Menschen widerfahren sollte. Einzelheiten dieses Martyriums klammerte ich bewusst aus.

 

Wieder in unserer schönen Gegenwart angekommen, ging es zurück mit der Gondel zur Talstation Edersee. Nachdem wir uns von den Schauergeschichten mental erholt hatten, machte sich auch gleich der kleine Hunger bemerkbar.

 

Natürlich hatte unsere Ingrid dieses natürlich menschliche Bedürfnis eingeplant, mit dem Bus wurden wir nach Bad Wildungen chauffiert, um im Waldgasthaus "Knusperhäuschen" Einkehr zu halten.

 

 

Das Wetter meinte es an diesem Tag gut mit den Zuckerknöllchen, so konnten wir draußen in der Sonne sitzen und ein paar schöne Stunden verbringen. Ins Staunen gerieten wir, als einigen von uns die bestellten Windbeutel serviert wurden; so etwas hat die Welt noch nicht gesehen.

 

 

 

 Bei diesen riesigen XXXL-Naschmonstern- die hübsch anzusehen waren- bedurfte es eines sehr, sehr großen Appetits, um diese gänzlich zu verzehren. Die Stunden im "Knusperhäuschen" vergingen wie im Fluge. Die Chefin des Hauses war so von uns angetan, dass sie uns zum Abschied noch eine große Hexenpuppe für unser "Vereinsheim" schenkte. Nun ja, die Puppe haben wir schon mal...

 

Der letzte, gemeinsame Abend in unserem Gasthof Nuhnetal war nun angesagt. Während einige Knöllche diesen an der Theke mit netten Gesprächen verbrachten, machte sich die andere Fraktion auf zur hauseigenen Kegelbahn.

 

 

 

Hier wurde wirklich keine ruhige Kugel geschoben, jeder war bemüht - ob einzeln oder als Mannschaft - die Spiele zu gewinnen. Hauptsache war, die Kugel nicht in der Kalle zu versenken.

Besondere Freude hatte unsere Monika Leuffen, sie warf das erste Mal in ihrem Leben alle "Neune", wenn die Kugel für Monika läuft, dann aber richtig, denn der Kranz ließ nicht lange auf sich warten.

In ihrer überschwenglichen Freude ließ sie es sich nicht nehmen, eine Runde auszugeben.

 

 

 

Der Rest des Abends wurde wieder in illustrer Knöllchenrunde ausgiebig und fröhlich zum Ausklang gebracht.

 

 

3. Tag

Alles hat einmal ein Ende - so auch unsere Vereinstour -.

Nach einem leckeren Frühstück war Kofferpacken angesagt.

Der Abschied fiel uns allen nicht leicht; besonders als der General Uwe

uns auf seinem Akkordeon ein Abschiedsständchen spielte.

Wie bei unserem Empfang, so auch bei unserer Rückreise versammelte sich die ganze Gasthoffamilie Dornseif, um uns eine schöne Rückfahrt zu wünschen, verbunden mit der Hoffnung eines Wiedersehens im nächsten Jahr!

 

Den gemeinsamen Abschluss unserer Tour machten wir im Brühler Schlosskeller, wo uns Birgit Schönenberg und ihr Team mit leckeren Schnitzeln und Salaten kulinarisch verwöhnten.

 

Uns, Euch und vor allem unserer Reiseleiterin Ingrid sei gesagt, DANKE für diese schöne Vereinstour 2013.

 

 

 

Verfasst von: Jürgen Mindt 

  

Vereinstour 2013


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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